Bild von einem Schachspiel zur Veranschaulichung der strategischen Wichtigkeit von Erwartungsmanagement

Was wir wirklich wollen - Erwartungsmanagement in (mittel-)großen Unternehmen

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass sich wachsende Unternehmen immer auch mit einem höherem Maß an kommunikativem Organisationsaufwand konfrontiert sehen. Mitarbeitende haben individuelle Vorstellungen von ihrer jeweiligen Tätigkeit, die konstant mit denen des Managements abgeglichen werden müssen, um langfristig geschäftsschädigende Spannungen zu vermeiden. Ein klares Erwartungsmanagement ist die Grundlage für alles, was an Leistung zum Markt getragen werden kann. Was aber sind die wichtigsten Aspekte einer solchen Synchronisation zwischen den verschiedenen Ebenen in wirtschaftlichen Assemblagen?

Was ist Erwartungsmanagement?

Das Erwartungsmanagement spielt in verschiedenen Bereichen des Lebens und gerade auch in beruflichen Kontexten eine entscheidende Rolle. Es bezieht sich auf die Kunst, Erwartungen realistisch zu definieren und diese dann adäquat zu managen, um Enttäuschungen zu vermeiden und die Zufriedenheit aller Beteiligten nachhaltig zu fördern. Gutes Erwartungsmanagement bedarf sowohl der eingehenden Selbstreflexion wie auch der Antizipation der individuellen Bedürfnisse anderer. Empathie ist also ein absolutes Muss!

 

Die zehn wichtigsten Aspekte des Erwartungsmanagements

Bei dieser Aufzählung handelt es sich um eine Auswahl, die in Resonanz mit entsprechender Literatur und eigens gemachten Erfahrungen getroffen wurde, keinesfalls geht es hier darum, eine abschließende Liste zu präsentieren.

 

1. Klare Kommunikation:

Klare und transparente Kommunikation ist ein entscheidendes Kriterium, um nicht zu sagen: sie ist der fundamentale Grundstein. Es ist wichtig, Erwartungen deutlich zu formulieren und sicherzustellen, dass alle beteiligten Parteien ein gemeinsames Verständnis davon haben, was erwartet wird.

2. Realistische Erwartungen setzen:

Ebenso wichtig ist es, realistische Erwartungen zu setzen, die im Einklang mit den Möglichkeiten und entsprechenden Ressourcen stehen. Übertriebene oder unrealistische Erwartungen führen oft zu Enttäuschungen. Überforderung sollte konsequenter Weise ebenso vermieden werden wie Unterforderung.

3. Ehrlichkeit und Integrität:

Ehrlichkeit und Integrität sind grundlegende Tugenden. Es ist wichtig, ehrlich über Fähigkeiten, (mentale) Ressourcen und respektive Einschränkungen zu kommunizieren, um ein Klima der Wertschätzung zu etablieren, das Mitarbeitende bestenfalls vollständig zufrieden hinterlässt und so Vertrauensverlust und Enttäuschungen vorbeugt.

4. Aktive Zuhörbereitschaft:

Ein wichtiger Aspekt des Erwartungsmanagements ist darüber hinaus die Fähigkeit des aktiven Zuhörens. Indem die Bedenken, Wünsche und Ängste von Kolleg:innen ernst genommen werden, können passgenaue Reaktionen folgen und Missverständnisse vermieden werden.

5. Flexibilität:

Es ist wichtig, dass sich einzelne Akteure nicht zu sehr festfahren, weithin flexibel bleiben und sich so auf etwaige Änderungen einstellen. Flexibilität im Erwartungsmanagement bedeutet, Anpassungen vorzunehmen, wenn sich die Umstände ändern, um realistische Anspruchshaltungen zu etablieren.

6. Feedback einholen:

Regelmäßige Nachfragen (formeller und/oder informeller Natur) ermöglichen es, Erwartungen zu überprüfen und anzupassen, um so sicherzustellen, dass sie mit den tatsächlich gemachten Erfahrungen und essenziellen Bedürfnissen übereinstimmen.

7. Grenzen setzen:

Es ist wichtig, klare Grenzen zu setzen und so dazu beizutragen, dass die eigenen Erwartungen sowie die Erwartungen anderer realistisch und angemessen sind. Dabei ist Ehrlichkeit bezüglich der eigenen Auslastung besonders wichtig. Auch ein Klima der Wertschätzung steht diesem Sachverhalt sehr gut zu Gesicht.

8. Selbstmanagement:

Das Erwartungsmanagement beinhaltet immer auch das Bewusstsein hinsichtlich der eigenen Erwartungen und einem Wissen darum, wie diese Reaktionen auf verschiedene Situationen maßgeblich beeinflussen können. Selbstreflexion und Selbstmanagement sind daher Schlüsselaspekte eines jeden Erwartungsmanagements.

9. Zeitmanagement:

Realistische Zeitpläne und Fristen zu setzen, die den tatsächlichen Anforderungen entsprechen, ist eine weitere Maßnahme, die Sicherheit zu produzieren vermag. So können Enttäuschungen aufgrund von zu hohem Zeitdruck nachdrücklich vermieden werden.

10. Konfliktmanagement:

Unerfüllte Erwartungen können zu eingehenden Streitigkeiten führen. Die Fähigkeit, Konflikte konstruktiv zu lösen, ist daher ein ebenfalls ein wichtiger Aspekt des Erwartungsmanagements.

Fazit

Anhand der zehn Aspekte des Erwartungsmanagements in diesem Artikel zeigt sich, dass es vor allem auf ein grundlegendes Maß an Empathie ankommt, sowie auf die Möglichkeit die eigene Tätigkeit in einen größeren Kontext einordnen und so von individuellen Befindlichkeiten abstrahieren zu können. So gelingt denn hoffentlich auch der innerbetriebliche Zusammenhalt.

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